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MAINFRÄNKISCHER AUFRUF

Für eine Verkehrspolitik ohne Verlierer.


Die in der Liste genannten Personen treten mit ihrer Unterschrift dafür ein, die sogenannte Westumgehung Würzburg/B 26n wegen schwerer, nicht rückgängig zu machender Eingriffe in die fränkische Landschaft nicht zu verwirklichen.

Deutschland ist das autobahndichteste Land der Welt! Hohe Lärm- und Schadstoffbelastung, Flächenverbrauch und biologischer Artenschwund, sowie die extreme Staatsverschuldung lassen den Bau einer neuen Quasi-Autobahn heute nicht mehr zu!

Die Anliegen der Region Mainfranken an die Verkehrspolitik sind:
Verkehrsentlastung der Stadt Würzburg und vieler Gemeinden, sowie Verbesserungen im lokalen und regionalen Straßennetz in den Landkreisen Würzburg und Main-Spessart.

Die „Quasi-Autobahn“ B 26n würde die Ziele der Planer verfehlen:
  • Die prognostizierte Verkehrsentlastung für Würzburg wäre selbst laut Aussage des Staatlichen Bauamtes Würzburg nicht wahrnehmbar.
  • Die Arbeitslosigkeit im Main-Spessart-Kreis war in den letzten Jahren in Deutschland mit am niedrigsten. Die Wirtschaftsstruktur erwies sich als sehr leistungsfähig. Laut ISNM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) liegt die Zukunft der Region in der Stärkung des Dienstleistungssektors und sollte vermehrt weiche Standortfaktoren, wie z.B. Wohnqualität betonen.

Aber das Projekt würde schaden...
  • Die regionale Wirtschaft würde nicht ihren Möglichkeiten entsprechend gefördert.
  • Die Staatsverschuldung in Deutschland überschritt bereits am 10. August 2009 die Marke von 1600 Milliarden Euro.
  • Der tägliche!!! Flächenverbrauch der BRD liegt seit 20 Jahren bei durchschnittlich 120 ha.
  • Die vielfältige Fauna und Flora Mainfrankens sind ein Naturerbe europäischer Dimension und bilden als Teil des ökologischen Netzwerkes die Grundlage für die Existenz des Menschen.
  • Das Projekt spaltet die Region und ist nicht konsensfähig.

Gefragt ist ein konstruktiver Dialog:
Wir suchen Lösungen, die zeitnah zu realisieren, naturverträglich und kostengünstig sind. Dies kann durch einen maßvollen Ausbau des bestehenden, lokalen und regionalen Straßennetzes erreicht werden.


Zukunftsfähig sind wir nur mit dem Mut zu Visionen:
Wir müssen den Teufelskreis „mehr Straßen, mehr Autos und deshalb noch mehr Straßen“ durchbrechen und den Transitverkehr durch regionale Wirtschaftsstrukturen begrenzen. Ökologische und soziale Folgekosten des Güter- und Personentransports müssen in die Transportkosten einberechnet werden. Wir brauchen den Mut zu einem durchgreifenden Umbau des öffentlichen Personennahverkehrs, so dass jeder – unabhängig vom Alter und ohne teure Energieverschwendung – aktiv am Verkehr teilnehmen kann.

Wir appellieren an alle Politiker und jeden einzelnen Bürger: Treten Sie den Beweis an, dass nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung nicht gegen Mensch und Natur, sondern nur unter Berücksichtigung der ökologischen und sozialen Belange möglich ist!
 
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