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Westumgehung - Die Probleme

Nachteile für alle Orte entlang der Westumgehung B26n

Neben einer Lärm- und Abgasbelästigung durch die B26n drohen allen Gemeinden entlang der geplanten „Magistrale von Moskau nach Lissabon“ weitere gravierende Nachteile. Wir wollen Sie deshalb mit dem Beitrag „Probleme“ über die zu erwartenden Beeinträchtigungen informieren. Der Artikel „Lösungen“ im nächsten Mitteilungsblatt zeigt dann, welche Chancen zur Verhinderung bestehen.

Die Probleme

Landschaft
Obwohl das Staatliche Bauamt Würzburg der ehemaligen „Bürgerinitiative gegen die Westumgehung“ (heute ein Verein) bestätigte, dass die B26n für den Fernverkehr im Jahr 2020 unnötig sei, schreitet die Planung fort. Mit dem Bau ergäben sich ein großer Flächenverbrauch, die Zerstörung von Kulturräumen und direkte Nachteile für die Anwohner. Die Folgen wären unter anderem:

•Gesundheitliche Schäden durch Abgase und Lärm.
Beiderseits einer Autobahn übersteigt der Geräuschpegel bis zum Abstand von 1500 Meter gesundheitsbedenkliche Werte. Je nach Windrichtung und Wetterlage sind Lautstärke, Feinstaub und Schadgase in noch größerer Entfernung wirksam. An Lärm kann man sich nicht gewöhnen, denn Hirnstrommessungen zeigen, dass Schallpegel oberhalb von 45 dB(A) – das ist etwas lauter als Flüstern – selbst im Tiefschlaf noch wahrgenommen werden und auf Dauer nervenschädigend wirken.

•Häuser und Grundstücke verlieren an Wert, die Mieterträge sinken.
Haus- und Baugrundbesitzern wurde in jüngster Zeit bei Verkaufsgesprächen gesagt, sie müssten ihre Immobilie billiger anbieten, „weil ja bald eine Autobahn gebaut“ werde. Auch Erben, die sich aus Gründen beruflich geforderter Mobilität woanders ansiedeln wollen, werden beim Verkauf Verluste von mehreren Zehntausend Euro akzeptieren müssen; auch eine Vermietung wird weniger einbringen.

•Die Wartezeiten an den Einmündungen zu Hauptstraßen werden länger.
Wenn bei Staus auf der B26n die Orts-Durchgangs- und -Umgehungsstraßen als Umleitungsstrecke dienen, kann eine ununterbrochene Autokolonne die Ausfahrt verzögern.

•Der Zugang zu Feldern, Jagdrevieren und Erholungsräumen wird schwieriger.
Da Autobahnen aus Kosten- und aus verkehrstechnischen Gründen nur wenige Unterquerungen haben, werden die Zugänge zu den Feldern lange Umwege erfordern. Ähnliches gilt für die Jagdreviere, deren Ergiebigkeit und Wert drastisch sinken werden. Radfahr- und Spazierwege werden wegen Lärm und Abgasen unattraktiv.

•Die Einbruchgefahr steigt.
Statistiken bestätigen, dass Orte in Autobahnnähe ein hohes Einbruchsrisiko haben. Dies zeigt sich insbesondere bei Gemeinden, die von Autobahn-Parkplätzen aus leicht erreichbar sind.

•Keine Chance für heimische Bauunternehmen.
Einen Autobahnneubau erledigen Großunternehmen mit ausländischen Billigarbeitskräften. Alternative Ortsumgehungen statt einer B26n könnten heimische Firmen bauen, dies würde Arbeit schaffen und das Geld im Land halten!

Diese kurze Auflistung ließe sich beliebig verlängern und nur mit dem fadenscheinigen Argument entkräften, dass wir aus Greußenheim und Hettstadt eine oder zwei Minuten weniger Zeit zur Autobahn brauchten. Alles andere ist Selbsttäuschung. Da der gesamte prognostizierte Verkehr bis 2015 durch den Ausbau der A3 aufgenommen werden kann, haben wir also noch eine Chance zur Verhinderung der unnützen Stecke!

Noch ist es für bessere Möglichkeiten nicht zu spät, denn laut Staatlichem Bauamt Würzburg steht die Planung erst am Anfang. Wenn Sie glauben, dass die Westumgehung Nachteile bringt, werden Sie Mitglied der „Bürgerinitiative und Kommunen gegen die Westumgehung e. V.“. Denn mehr Mitglieder bedeuten mehr Einfluss.