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Gegner überreichten 14.000 Unterschriften an Minister Söder |
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Günther Krönert (Duttenbrunn), stellvertretender Vorsitzender des
Vereins Bürger und Kommunen gegen die Westumgehung/B 26n e. V.,
Rechtsanwalt Armin Beck (Karlstadt), ebenfalls stellvertretender
Vorsitzender, überreichtem Staatsminister Dr. Markus Söder ein Paket
mit 14 000 Unterschriften, die mit dem Mainfränkischen Aufruf gegen das
Projekt B26n im vergangen Jahr gesammelt wurden.
Anwesend waren auch
die MdL's Manfred Ländner (CSU) und Simone Tolle (GRÜNE), um die
Forderungen mit Nachdruck zu unterstützen. In einer kurzen Aussprache
erklärten die Gegner ihre Ziele und argumentierten u.a. mit den
neuesten Arbeitsmarkdaten aus dem Landkreis Main-Spessart
(Arbeitslosigkeit von derzeit 2,4 Prozent - bedeutet faktisch
Vollbeschäftigung; Stand 29.07.2011).
v.l.n.r. Staatsminister Dr. Söder; Günter Krönert, stellv. Vorsitzender der BI
gegen die B 26n; Armin Beck, stellv. Vorsitzender der BI gegen die B 26n; Manfred Ländner, MdL; Simone Tolle, MdL
In dem ebenfalls überreichten Schreiben fordern die B 26n-Gegner den
Minister für Umwelt und Gesundheit auf, sich für mehr und vor allem
frühzeitige Bürgerbeteiligung bei Verkehrsgroßprojekten einzusetzen.
Im Nachgang zum Bürgergespräch am 11.07.11 in Karlstadt wurde die
Forderung erhoben, dass die Bewertungsmaßstäbe die im Rahmen der
Eingabenüberprüfung seitens der Regierung von Unterfranken im
laufenden Raumordnungsverfahren angelegt werden, offen zu legen sind.
Im Schreiben heißt es wörtlich: „Als zuständigen Minister für
Umwelt- und Naturschutz sowie Gesundheit in Bayern, bitten wir Sie zu
veranlassen, dass unmittelbar überprüft wird, ob im weiteren
Planungsverfahren die Unzulässigkeit des Projekts zu erwarten ist."
Die Planung von Großprojekten wie z.B. der B 26n zeige zwei wesentliche
Systemfehler auf:
1. Eine Bürgerbeteiligung werde nicht schon vor der Aufnahme eines
Projektes in den Bundesverkehrswegeplan durchgeführt und wirksam,
sondern erst im Planfeststellungsverfahren!
2. Es sei in einem solch langen und kostspieligen Planungsprozess nicht
vorgesehen, dass sich im Verfahren ergebende, grundlegende
Datenveränderungen auch umgehend rückkoppelnd auf die Auftragsstellung
auswirken.
Zitat aus dem Schreiben: „Um die Region zu befrieden, möchten wir Sie
herzlich bitten alles in ihrer Macht stehende zu tun, damit die
Planungen zur B 26n in der derzeitigen Form eingestellt werden. Die
Raumwiderstände für die B 26n sind unüberwindbar. Vor allem werden
die Anwohner der vorgesehenen Trasse (für die B 26n und den Zubringen
nach Lohr) in einem nicht akzeptablen Maß mit Lärm, Feinstaub und
Abgasen belastet. Zudem könnten die unnötigen Ausgaben für weitere
Verfahrensschritte eingespart werden."
Selbst der Parlamentarische Staatssekretär im
Bundesverkehrsministerium, Andreas Scheuer, habe auf der
IHK-Verkehrskonferenz am 16.07.11 verlauten lassen, dass die B 26n
aufgrund der hohen Widerstände in Bevölkerung, kaum eine Chance auf
Verwirklichung habe. Bevorzugt würden, angesichts der chronischen
Unterfinanzierung des Bundesverkehrswegeplans, Projekte mit breiter
Zustimmung umgesetzt.
Stellvertretender Vorsitzender Günter Krönert: „Wir brauchen eine
Verkehrspolitik ohne Verlierer." Die Bürgerinitiative sei zur
Diskussion von alternativen und bedarfsgerechten Lösungen bereit.
Brief an Staatsminister Söder |
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