|
B 26n wird immer überflüssiger |
|
Die jüngsten Informationen aus Berlin ließen den Schluss zu, dass die B 26n immer überflüssiger werde, so der Vorsitzende des Vereins Bürger und Kommunen gegen die Westumgehung Würzburg/B 26n e.V., Matthias Zorn (Hettstadt). Die Ankündigung von Bundesverkehrsminister Ramsauer – ab dem Jahr 2011 die LKW-Maut auch auf vierspurige Bundesstraßen ausweiten zu wollen – veranlasst Zorn dazu, die B 26n erneut in Frage zu stellen. Zorn: “Auf der geplanten B 26n sind nur deshalb so viele LKW prognostiziert, weil diese bislang als mautfrei galt. LKW`s nehmen immer die mautfreie, möglichst kürzeste Strecke. Die kürzeste Verbindung wird auch mit B 26n immer noch die A 7/A3 sein so dass gerade der LKW-Verkehr auf den Autobahnen bleibt und nicht die B 26n befahren wird, wenn dort auch Maut entrichtet werden muss.“
Das bedeute so Zorn, dass die gesamten Zahlen des geschätzten Verkehrsaufkommens und der Verkehrswirksamkeit für die B 26n unter dem Aspekt der Bemautung von vierspurigen Bundesstraßen neu bewertet werden müssten. Es sei bei Inkrafttreten dieser neuen Reglung stark damit zu rechnen, dass Mautflüchtlinge zukünftig verstärkt auf das nachgeordnete Straßennetz ausweichen würden.
Dies gelte dann insbesondere für die Landkreise Main-Spessart und Würzburg und vor allem für die B 26 im Werntal. Zorn zitiert Ramsauer – der in den Medien seinen Vorstoß damit begründet, dass: „"Der Ausbau zahlreicher Bundesstraßen auf vier Fahrstreifen, hat deren Attraktivität gerade auch für den Güterverkehr erheblich gesteigert."
Matthias Zorn
Es dürfe auch nicht vergessen werden, dass der Ziel- und Quellverkehr in den Werntalgemeinden – wie andernorts auch – bei mindestens 50 Prozent des gesamten Verkehrsaufkommen liege. Somit sei völlig klar, dass eine Entlastung durch eine mautpflichtige B 26n und einem hausgemachten Verkehrsaufkommen auf der alten B 26 wesentlich geringer ausfallen werde als erwartet. Zorn:“Dann werden wir uns doch über Umgehungstraßen für einzelne Werntalgemeinden unterhalten müssen. Warum dann nicht gleich eine einvernehmliche Lösung für den gesamten Raum?“ Es gehe im Grundsatz nach wie vor um eine verträgliche und bedarfsgerechte Verkehrserschließung des Raumes. Das könnten kleine lokale und regionale Maßnahmen sein, die passgenauer als die B26n sind und nicht, wie vorhergesagt 491 Millionen Euro verschlingen.
Gerade angesichts des Sparzwanges wegen der angespannten Haushaltslage des Bundes weißt Zorn darauf hin, dass es nicht angehen könne, für eine falsch konzipierte Straßen eine halbe Milliarde Euro auszugeben. Denn die B 26n erfülle mitnichten die einstigen Vorgaben wie z.B. die Entlastung der Stadt Würzburg und die Erschließung des Landkreises Main-Spessart, das belegten die Zahlen aus der Umweltverträglichkeitsstudie eindeutig.
Zorn wies darauf hin, dass der Verein gegen die B 26n ständig weiter wachse. So sei noch in diesem Jahr zu erwarten, dass zwei weitere Kommunen beitreten würden. Damit würde die Bevölkerungsanzahl der Mitgliedsgemeinden auf über 80.000 ansteigen. Der Mitgliederzulauf sei nach wie vor ungebrochen, so seinen derzeit rund 2300 Einzelmitglieder zu verzeichnen.
Der Vorsitzende ist auch überzeugt davon, dass der anstehende Bürgerentscheid in Karlstadt – auch mit Ratsbegehren – eindeutig gegen die B 26n ausgehen werde. Zorn: „Wir werden uns ins Zeug legen und alles mobilisieren, was zu mobilisieren ist. Am Ende werden wir und damit die Menschen in der Region, gewinnen.“ |
|