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Verein startet ab sofort Unterschriftensammlung für ein Bürgerbegehren E-Mail

Ab sofort sammelt die Ortsgruppe Karlstadt des Vereins Bürger und Kommunen gegen die Westumgehung Würzburg/B 26n e.V. Unterschriften für ein Bürgerbegehren gegen den Bau der B 26n, dies teilen die beiden Sprecher Armin Beck und Erwin Scheiner in einer Presseerklärung mit.

Bürgerbegehren
"Für den Erhalt unserer Heimat - Gegen den Bau der B26n"
so lautet das Bürgerbegehren (vollständiger Text unten).

„Das Bürgerbegehren ist die logische Konsequenz aus der Empfehlung der Bürgerversammlung vom 24. März an den Stadtrat. Wir sind davon überzeugt, dass die Mehrheit der Bevölkerung die Planungen zur B 26n ablehnt und fordern, dass sich die Stadt Karlstadt eindeutig gegen die drohende Heimatzerstörung stemmt“, so Beck. Der Stadtrat könne einen Bürgerentscheid abwenden, wenn er dieser Empfehlung mehrheitlich folge, appelliert er.

Erwin Scheiner: „In der Karschter Bevölkerung wird die Autobahnplanung spätestens seit der Vorstellung der Umweltverträglichkeitsstudie in diesem Februar äußerst kritisch gesehen.30.000 Fahrzeuge zusätzlich auf Karlstadter Gebiet und die Zerstörung der Naherholungsgebiete um den Saupurzel sowie Stettner Wald stehen in keinem Verhältnis zu den Nutzen“

Bild
Katharina Vautrin-Hofmann; Heike Metzger; Erwin Scheiner
Die beiden Sprecher sind überzeugt, dass in kürzester Zeit, die für ein Bürgerbegehren notwendigen zirka 1200 Unterschriften zusammen kommen. Man habe auch für die Bürgerversammlung im vergangenen November locker 600 Unterschriften bekommen. „Viele Bürger fordern geradezu diese Volksabstimmung.“

Die Ortsgruppe Karlstadt will das demokratische Instrument Bürgerentscheid gerade jetzt zwischen den Wahlen nutzen, um die Mehrheitsmeinung der Bevölkerung, bei einer solch wichtigen Frage für unsere Heimat festzustellen. Beck. „Wir wollen, dass die Bürger das Wort haben. Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht. Aber wir sehen keine andere Möglichkeit um Schaden für die Zukunft unserer Stadt abzuwenden.“

Der Verein sammelt ab sofort Unterschriften von Haus zu Haus. Außerdem wird es beim Saupurzel-Crosslauf diesen Freitag zwischen 18-20 Uhr an der Erwin-Ammann-Halle einen Infostand geben, am Vatertag, 13. Mai, werden von 11-15 Uhr Unterschriften am Tannenwäldchen vor dem Schützenhaus gesammelt. Auch bei weiteren Festen wird die Ortsgruppe präsent sein.

Der Text des Bürgerbegehrens:
Bürgerbegehren "Für den Erhalt unserer Heimat - Gegen den Bau der B26n"
Mit meiner Unterschrift beantrage ich gemäß Artikel 18a der Bayerischen Gemeindeordnung die Durchführung eines Bürgerentscheids zu folgender Frage:

Sind Sie dafür, dass die Stadt Karlstadt im Raumordnungsverfahren den Bau der B26n ablehnt und alle zulässigen rechtlichen Möglichkeiten ausschöpft, um den Bau der B26n auf ihrem Hoheitsbereich zu verhindern?

Begründung:
Die geplante B26n wird Karlstadt weitaus mehr schaden als nutzen - egal in welcher Variante. Auf der B26n würden täglich etwa 40.000 Fahrzeuge in unmittelbarer Nähe an Karlstadt und seinen Stadtteilen vorbeifahren. Besonders Laudenbach, Heßlar sowie viele Neubaugebiete würden erheblich durch Lärm, Abgase und Landschaftszerschneidung geschädigt. Diese Nachteile sind sicher, die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen mehr als fraglich.

Der weitaus größte Teil des Verkehrs wäre zusätzlicher Transitverkehr. Unsere Region braucht zeitnahe, sinnvollere Verkehrslösungen. Der Zubringer direkt hinter dem Saupurzel würde wertvollste Naherholungs- und Naturschutzgebiete zerstören. Die zu erwartende Bauunterbrechung (Bauende?) bei Karlstadt kann nur zum Verkehrschaos führen. Für den Verlust unserer Lebensqualität sollen wir Steuerzahler auch noch 500 Millionen Euro zahlen?
 
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