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Verein schreibt an Kanzlerin |
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Mit einem Brief hat sich der Verein Bürger und Kommunen gegen die Westumgehung Würzburg/B 26n e.V. an Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel gewandt.
„Mit großer Aufmerksamkeit haben wir Ihre Ausführungen über den Artenschutz in Deutschland verfolgt und diskutiert. Besonders bemerkenswert fanden wir Ihre Feststellung, dass eine Trendwende notwendig ist. Wir sind uns sicher, dass Sie damit nicht allein den Schutz bedrohter Arten, sondern auch deren Lebensraum meinten.
Genau das Letztere – der Erhalt des Lebensraumes schützenswerter Tiere und Pflanzen – ist ein großes Anliegen unseres Vereins. Denn die Planungen für eine Westumgehung von Würzburg /B 26n, die gegenüber einer Fahrt auf den östlich und südlich vorbeiführenden Autobahnen A7 und A3 lediglich 700 Meter Weg einspart, kostet rund 1000 Hektar Landschaft und Natur, darunter auch FFH-Gebiete und viele weitere für die Biodiversität relevante Landschaftsbereiche.
Wie Sie, sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, der beiliegenden Übersichtkarte entnehmen können, gibt es in den vorgesehenen Korridoren einen erheblichen „Raumwiderstand“ (diese Flächen sind rot bis gelb) weiße Flächen, mit sehr geringem Raumwiederstand, sind kaum vorhanden. Die Planer (Bauamt Würzburg) sind sich der Problematik der notwendigen Eingriffe sehr wohl bewusst. Denn wie es in der Umweltverträglichkeitsstudie (siehe beiliegenden Legendenauszug) heißt, müssten
Faunistische Funktionsräume artenschutzrechtlich relevanter Arten, deren ökologische Funktionalität im Falle einer Trassenquerung nicht gewahrt werden kann und nach § 13d geschützte Biotope
dem Bau geopfert werden.
Alle Mitglieder unseres Vereins sind sich dessen gewiss, dass Sie, sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, eine derartige Naturzerstörung – auch als frühere Umweltministerin – nicht hinnehmen können. Wir hoffen auf Ihre Unterstützung im Sinne der von Ihnen angekündigten „Trendwende beim Artenschutz“ und freuen uns auf eine Antwort von Ihnen.“
Vorsitzender Matthias Zorn (Hettstadt) ist zuversichtlich eine positive Antwort zu bekommen. „Wir gehen davon aus, dass wir die Kanzlerin beim Wort nehmen können und Sie für unser Anliegen ein offenes Ohr hat.“ Zudem sei in Zeiten knapper Kassen, ein grundsätzliches Überdenken von Großprojekten notwendig. Immerhin solle die B 26n laut amtlichen Schätzungen aus dem Jahr 2005 mindestens 380 Millionen Euro kosten. |
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