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Zorn sehr enttäuscht über Abstimmung im Karlstadter Rat E-Mail

In einer Demokratie entscheiden in den politischen Gremien die jeweiligen Mehrheiten, dass sei klar, beginnt der Vorsitzende Matthias Zorn (Hettstadt) seine Stellungnahme zur gestrigen Abstimmung im Karlstadter Stadtrat.

Die Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN hatte beantragt, dem Verein Bürger und Kommunen gegen die Westumgehung Würzburg/B 26n e.V. eine Vortragsmöglichkeit im Gremium einzuräumen, damit auch die Gegner der Autobahn einmal ihre Sachargumente vortragen könnten und damit auch alle Seiten Gehör finden, sollte dies in einer öffentlichen Stadtratssitzung erfolgen.

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1. Vorstand Matthias Zorn
Zorn lobt ausdrücklich das Demokratieverständnis des Bürgermeisters Dr. Kruck, der in seinem Vorschlag beiden Seiten eine 15-minütige Vortragsmöglichkeit einräumen wollte und dies dann auch so zur Abstimmung stellte.

Hart ins Gericht geht er allerdings mit den Straßenbefürwortern. "Es hätte ihnen gut angestanden, einfach auch die Meinung der Gegenseite anzuhören. Es wäre ein Zeichen des guten Willens gewesen und hätte niemanden geschadet."

So bleibe nun ein schaler Nachgeschmack. Es dränge sich der Verdacht auf, dass man einfach die Gegenargumente ausblenden wolle. Eine gefestigte Meinung zu einem Thema zu haben sei das gute Recht eines jeden Einzelnen. Aber in einer Demokratie ist eben auch guter Brauch, die Meinung des Anderen zumindest anzuhören.

Sehr beeindruckt zeigte sich Zorn vom Interesse der Bevölkerung. Es waren etwa 400 Bürger gekommen, um bei einem Thema von sehr großem Interesse (B 26n) ein Bild zu machen, aber auch ihre Haltung dazu zum Ausdruck zu bringen. Zorn: "Man kann doch diese Bewegung nicht einfach ignorieren."
 
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