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Protest artikuliert sich zahlreich beim Sternmarsch nach Leinach |
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Der Verein Bürger und Kommunen gegen die Westumgehung Würzburg (B26n) hat am Sonntag etwa 600 Menschen mobilisiert.
Aus den von der Autobahn betroffenen Gemeinde beteiligten sich mehrere Hundert am Sternmarsch nach Leinach. Auf dem neu ausgeschilderten Besinnungsweg im Bereich des geplanten Mittelkorridors wollten sie erkunden, welche wertvolle Natur- und Kulturlandschaft durch die Trasse zerstört wird.
An der Leinachtalhalle gab es ein schönes Kulturprogramm und es Gelegenheit zum Plausch. Nach und nach strömten Menschen aus Himmelstadt, Duttenbrunn, Greußenheim, Hettstadt, Margetshöchheim und Würzburg auf den Platz. Anschließen folgte die Kundgebung mit Reden des Vorsitzenden Matthias Zorn, Leinachs Bürgermeister Uwe Klüpfel, Landrat Eberhard Nuß, Nanne Wienands von der BI Fichtelgebirgsautobahn und Prof. Dr. Hubert Weiger von Bund Naturschutz.
Matthias Zorn, erster Vorsitzender der Bürgerinitiative Bürger und Kommunen gegen die Westumgehung, zeigte sich begeistert, dass sich so viele Autobahngegner am Muttertag auf den Weg gemacht haben. Unter den Teilnehmern waren auch die Bürgermeister vieler betroffener Kommunen mit Delegationen aus ihren Räten.
Bei der geplanten B 26n handle es sich um eine Mogelpackung, so Zorn. Denn sie werde immer als Bundesstraße verkauft, diene jedoch vordergründig dem Transitverkehr. Weder die wirtschaftliche Erschließung des scheinbar „autobahnfernen“ Landkreises Main-Spessart, noch die verkehrsmäßige Entlastung der Stadt Würzburg würden mit dem Mittelkorridor erreicht. „Das einzige Ergebnis sind Lärm, Staub und Abgase einer transeuropäischen Strecke.“ Er beteuerte, dass man nicht verhindern, sondern vielmehr die Heimat bewahren und mitgestalten wolle. Er sprach sich für eine bedarfsgerechte B26 mit Ortsumgehungen aus.
Würzburgs Landrat Nuß kritisierte, dass man sozusagen in „seinem Vorgarten“ plant, ohne ihn zu fragen. Nuß strebt ein Gespräch mit Befürwortern der Westumgehung an. Konkret seien das Main-Spessart-Landrat Thomas Schiebel, Würzburgs OB Georg Rosenthal wie auch die IHK: „Solange keine konkreten Trassen festgelegt sind, haben wir eine Chance.“
Der Vorsitzende des Bund Naturschutz Bayern und Bundesvorsitzende des BUND Prof. Dr. Hubert Weiger forderte mit Nachdruck: „Es darf auf Grund des sehr hohen „Raumwiderstandes“, den die Umweltverträglichkeitsüberprüfung ermittelt hat, kein Raumordnungsverfahren eingeleitet werden. Die Pläne müssen vom Tisch.“ |
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