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B 26 n nach wie vor Transitautobahn E-Mail
zum Artikel der Main Post „B 26 n für die Zukunft Karlstadts" vom 28. April

B 26 n – für Karlstadts Zukunft ?

Mit Herrn Goldkuhle teile ich die Meinung, dass es bei der Maßnahme B 26 n noch dringende Einforderungen gäbe. Denn das hat einen ganz einfachen Grund:

Die Westumgehung Würzburg wurde und wird nicht als Infrastrukturmaßnahme für die Region geplant, sondern als Bindeglied einer vermeintlichen Lücke im Bundesautobahnnetz. Alle sogenannte „positive Projektbegleitung“ kann nichts daran ändern, dass es nach wie vor um eine Transitautobahn geht, die nicht an den Interessen der Anwohner ausgerichtet ist. Die Verharmlosung der damit verbundenen Dauerbelastungen ist erschreckend!

Die Argumente der Befürworter passen hinten und vorne nicht. Ist es glaubwürdig, sich angeblich für die belasteten Einwohner der Durchfahrtsorte einzusetzen, dabei aber die Netto-Gesamtbelastung der Wohnbevölkerung auf ein Vielfaches zu erhöhen? Ist eine Transitstrecke, die die meisten der regionalen Hauptverkehrsachsen überhaupt nicht entlastet, eine Maßnahme für die Region?

Geradezu scheinheilig ist es, die Interessen der Jugend vorzuschieben: Schon heute ist klar, dass unser Hauptzukunftsproblem die überbordende Staatsverschuldung ist. Da mal eben eine halbe Milliarde Neuverschuldung – meist wird es ja dann noch teurer! – für eine Straße, die keiner wirklich braucht? Mit dem Argument, dass die Gelder sonst woanders hinfließen – das Wort „einsparen“ ist bei bestimmten Politikern offenbar nicht mehr bekannt!

Aus seiner nicht von der Autobahn bedrohten Wohnlage wirft Herr Goldkuhle Bürgern, die sich zu Recht um ihre Lebensqualität sorgen, das „St. Florians-Prinzip“ vor. Das ist ebenso ein Eigentor wie die „Lobbyismus“-Kritik: In der Befürworter-Initiative hätten bestimmte prominente Repräsentanten durchaus persönlichen wirtschaftlichen Vorteil von dieser Straße – und das zu Lasten der Normalbürger. Seriös und legitim protestierende Autobahngegner werden abwertend in die Ecke von „Radaubrüdern“ gestellt.

Zum Glück gibt es auch in der CSU Karlstadt Andersdenkende – das ist das Wesen der Demokratie. Die Aufteilung in Menschen, die Herrn Goldkuhles Meinung teilen, und „ideologisch motivierte Aktivisten“ greift eben etwas zu kurz. Es ist nicht verboten, seinen eigenen Verstand zu gebrauchen. Diese Straße schadet Karlstadt und seinen Bürgern !

Reinald Röthlein, 97753 Karlstadt
 
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