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Umweltminister Söder warnt vor Klimawandel

Laut Zeitungsbericht vom 13. Juli (Mainpost - Franken) warnt Umweltminister Söder vor drohender Trockenheit und Dürreperioden im ohnehin schon trockenen fränkischen Raum als Folge des Klimawandels. Im Rahmen der Bayerischen Klimawoche sollen die Bürger zum Energiesparen motiviert werden…

Aber wie kann es sein, dass im Wahlkampf der CSU der Schutz des Klimas im gleichen Atemzug genannt wird wie die Förderung des Individualverkehrs, ohne dass die betroffenen Politiker von heftigsten Kopfschmerzen geplagt werden? Die Planungen der Westumgehung Würzburg (B26n) werden von Seiten der Bayerischen Staatsregierung weiter vorangetrieben.

Eine weitere Zerschneidung der Landschaft durch die wasserarmen Landkreise Würzburg und Main-Spessart würde unser sensibles Ökosystem weiter destabilisieren. Die Wasserversorgung würde dadurch gefährdet. Die Umweltverträglichkeitsstudie zur B26n ist viel zu eng ausgelegt: Sie berücksichtigt nur bestehende Trinkwasserschutzzonen; für die Sicherung der Trinkwasserversorgung in der Zukunft müssen jedoch im Hinblick auf den schon spürbaren Klimawandel sämtliche Ressourcen erhalten bleiben.

Wie kann es sein, dass man das geschlossene hochwertige Waldgebiet (FFH-Qualität), bestehend aus Zellinger, Duttenbrunner und Himmel-stadter Gemeindewald sowie Staatswald nicht in vollem Umfang unter Schutz stellt, sondern einen Korridor für die B26n ausspart?? Dieser Wald ist in seiner Gesamtheit ein bedeutender Faktor in der Hydrologie des Gebietes.

Es kann nicht sein, dass der Einzelne in Sachen CO2-Ausstoß in die Pflicht genommen wird, während Regierungen und Politiker, die zustän-dig sind für die Gesamtplanung, vor diesen Zusammenhängen die Augen verschließen.

Geschrieben von Christina Kees, 97265 Hettstadt
 
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