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Offen für Gespräche |
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Nach dem Bürgerentscheid vom Sonntag in Karlstadt sei nun auch klar, dass die Mehrheit der zur Abstimmung gegangen Wählerinnen und Wähler – und nichts anderes zähle in unserer Demokratie – die B 26n nicht wolle. Da gebe es nichts zu deuten, heißt es in der Pressemitteilung.
Auf Ihrer Vorstandsitzung Anfang dieser Woche, hat der Vorstand des Vereins Bürger und Kommunen gegen die Westumgehung Würzburg/B 26n e.V. erneut Gesprächsbereitschaft signalisiert. „Wir wollen nun einen runden Tisch anstreben“, so Vorsitzender Matthias Zorn (Hettstadt). |
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Abschlusskundgebung vor dem Bürgerentscheid am 22. August |
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auf dem Marktplatz in Karlstadt
Für den Erhalt unserer Heimat - Gegen den Bau der B26n
Termin : Donnerstag 19. August 2010 Beginn 19.00 Uhr
Ab 18.30 Uhr spielt der Liedermacher Johannes Wohlfahrt Lieder zur
Einstimmung, die Veranstaltung wird durch seine Musik vom Mee passend
umrahmt.
Ansprachen:
- Begrüßung Erwin Scheiner, Beirat für Karlstadt
- Matthias Zorn, Vorsitzender des Vereins Bürger und Kommunen gegen die Westumgehung Würzburg/B 26n e.V.
- Armin Beck, Sprecher BI - Karlstadt, Rechtsanwalt
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Klarheit erst am 22. August |
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Zum Leserbrief „Gegner-Gemeinden bereits erschlossen“ in der Main Post
Der Argumentationskette von Thomas Obert muss ich mich geschlagen geben:
Herr Obert sagt – zusammengefasst und zugespitzt – die B 26 n sollte gebaut werden:
- obwohl die Kosten wahrscheinlich noch weiter steigen und das Bundesverkehrsministerium wenig freigiebig ist.
(Heißt das nicht auch „Minimallösungen beim Lärmschutz“?).
- damit in Karlstadt ein wirtschaftlicher Aufschwung kommt – oder auch nicht.
(Man wird also hinterher sehen, ob sich die halbe Milliarde gelohnt hat?).
- weil sich unsere Lokalpolitiker weiterhin mit ihrem ganzem Gewicht für die beste Lösung einsetzen werden
(Danke!).
Das ganze Projekt mit dem Ziel Würzburg zu entlasten und den Transitverkehr nach Karlstadt zu holen.
Dieser Argumentation ist von meiner Seite, als Gegner der „Autobahn“, nicht zu widersprechen. Ich bin gespannt auf die internen Reaktionen der Pro-Seite.
Widerspruch nur der Behauptung, der Standpunkt der meisten Bürger der Region sei bekannt. Den kennt im Moment keiner. Klarheit über den Standpunkt zur „Autobahn“ werden wir erst am 22. August erhalten. Dank der verständlichen Frage des Bürgerbegehrens nach Zustimmung oder Ablehnung der „Autobahn“ können zumindest die Karlstadter Bürger ihre Meinung kundtun und die Stadtratsmehrheit von Karlstadt stärken oder die B 26 n öffentlich verteufeln und damit ein politisches Signal nach München und Berlin senden. Danach kann man weiter diskutieren.
Günter Hofmann, 97753 Karlstadt |
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Keine Hysterie, sondern Zorn |
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Zum Leserbrief „Hysterie nicht gerechtfertigt“ in der Main Post.
Der Leserbrief von Thomas Obert ist der erste der „Pro-Seite“, der sich um eine sachliche Diskussion bemüht. Ich nehme das Angebot gerne an, um aus meiner Sicht in einigen Punkten, ich hoffe ebenso sachlich, zu widersprechen.
Herr Obert spricht von „Hysterie“, ich nenne es „Vehemenz“ und – inzwischen immer mehr – „Zorn“.
Warum widersprechen die Gegner der „Autobahn“ mit immer wieder den gleichen Argumenten den momentanen Planungen? Aus dem einfachen Grund, weil die Einwände begründet sind und sich einige Befürchtungen schon bewahrheitet haben. Drei davon möchte ich beispielhaft nennen:
1. Einwand „Kosten“: Der zunächst genannte Kostenrahmen von rund 380 Millionen Euro wurde von den Gegnern als lächerlich gebrandmarkt. Inzwischen veranschlagt das staatliche Bauamt fast 500 Millionen Euro. Zudem war vor einigen Tagen erst in dieser Zeitung zu lesen, dass solche Projekte „Im Durchschnitt . . . im Verlauf der Planung um 57 Prozent teurer . . .“ werden (Main-Post, 4. August 2010, S. 8). Ist dieses Geld angesichts der Finanzlage nicht sinnvoller einzusetzen? Meine Vorschläge reichen von Bildung, über Instandhaltung der bestehenden Infrastruktur bis zu Ausrüstung der Bundeswehr . . .
2. Einwand „Wirtschaftlichkeit“: Die Gegner haben immer wieder gemahnt, dass der Kosten-Nutzen-Faktor falsch sei. Das staatliche Bauamt hat mittlerweile die Zahl der prognostizierten Fahrzeuge nach unten korrigiert.
Die RWI-Experten stellten fest, „ . . . wo es ein dichtes Straßennetz gibt, sinkt der Nutzen jedes weiteren Autobahnkilometers schnell gegen Null.“ (ebd.). Dabei sind die Wirtschaftsfaktoren Natur, Erholungsfunktion, Wohnqualität noch gar nicht berücksichtigt. Zudem steht in den Sternen, ob sich „1000“ Arbeitsplätze in Main-Spessart ansiedeln oder Arbeitskräfte in Regionen abwandern, die mehr bezahlen, Stichwort „Fachkräftemangel“!
3. Einwand „Fertigstellung“: Immer wieder haben die Gegner gewarnt, dass die Autobahn vielleicht nur bis Karlstadt gebaut wird und dann über Jahrzehnte eine „Arnsteiner Situation“ droht: Es würden Zehntausende Fahrzeuge in die Region geleitet, die sich dann über die Dörfer den Weg zur nächsten Autobahn suchen. Zugegeben, das Werntal würde entlastet (Einschränkung: Wenn die B 26n mautpflichtig wäre!), aber Karlstadt und alle westlichen Ortsteile hätten die „A . . .-Karte“ gezogen. Nach den Berichten des Handelsblattes (Stichwort „Baustopp für Neuprojekte“, ebd.) können wir nun genau von dieser Situation ausgehen: Das Projekt wird maximal bis Karlstadt gebaut (lt. Planung im „vordringlicher Bedarf“), die Weiterführung liegt auf Eis (lt. Planung nur im „weiteren Bedarf“) und der Zubringer nach Lohr ist gestorben, da er in keiner Planung des Bauamtes bisher berücksichtigt wurde. Hier gibt es nur Wünsche und Hoffnungen, aber keinen Finanzierungsplan.
Die „Argumente“ und Drohungen der Pro-Seite sind inzwischen von der Realität überholt worden. Ebenfalls drei Beispiele:
1. „Das Licht geht aus“ ohne diese Straße! - Lesen sie dazu die oben genannte Einschätzung der RWI-Experten oder die Planungen in Schleswig-Holstein oder Hessen (Main-Post, ebd.).
2. „ Straße muss komplett mit Zubringer nach Lohr gebaut werden!“ – s. o. „Kosten“ und Finanzierung, d. h. der Komplettbau Werneck-Helmstadt ist vom Tisch. Wenn gebaut wird, dann bis „Karscht“ und nicht weiter!
3. „Verlegung der vorgeschlagenen Trasse“ – Das staatliche Bauamt hat leider nur eine mögliche Trasse vorgeschlagen, aufgrund des hohen Raumwiderstands. Eine Verlegung, wie sie Herr Obert vorschlägt „weg vom Menschen und hin zu geschützten Gebieten“ ist nicht durchführbar, weil dies gegen bestehendes (Naturschutz-)Recht verstößt. Jede Klage würde das Projekt stoppen.
Als letzten Punkt möchte ich den obengenannten „Zorn“ der Gegner ansprechen, unter anderem, weil die Pro-Seite versucht die Gegner in eine Ecke zu drängen, Stichworte sind „Rattenfänger“, „Notorische Nein-Sager“, „Hysterie“, etc ... Ausgeblendet wird, dass in dieser „Ecke“ inzwischen Landräte (ich darf genüsslich Herrn Eberhard Nuss aus der Mainpost, 6. August 2010, zitieren: „Eine B 26 n ist überflüssig, ja sogar Gift für die Region Kreis Würzburg-West.“ und „Beschreiben Sie die Planung nicht als hirnrissig, sondern einfach nur als doof.“), Bürgermeister und viele Gemeinde- und Stadträte, quer durch alle Parteien stehen.
Ob die Mehrheit der Karlstadter Bürger in dieser „Ecke“ steht, werden wir am 22. August sehen. Die BI hat hier eine klare Frage gestellt: Für oder gegen die B 26n? Und die Chance, das Wackelprojekt zu kippen, steigen!
Zum Versuch der Stadtratsmehrheit, die Bürger mit ihrem Ratsbegehren zu verwirren, möchte ich nichts sagen, dies hat Herr Bruno Maroscheck in seinem Leserbrief am 3. August 2010 in dieser Zeitung bereits pointiert getan.
Abschließend bitte ich den Leser, meine oben ausgeführten Argumente und Behauptung zu hinterfragen und zu prüfen. Ich freue mich auf eine sachliche Auseinandersetzung!
Günter Hofmann 97753 Karlstadt |
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Weniger Lkw auch ohne B 26n |
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Zur Lkw-Entlastung Arnsteiner Straße auch ohne B26n
Nachdem sowohl auf der schriftlichen Begründung des Ratsbegehrens als auch bei der Vorstellung des Ratsbegehrens am 28. Juli 2010 daran festgehalten wurde, die B 26n würde eine Entlastung der Arnsteiner Straße – besonders vom Schwerlastverkehr – bringen, hier die aktuellen Prognosen auch zum Schwerlastverkehr – frisch nachgefragt bei Waldemar Büchner vom Staatlichen Bauamt Würzburg:
Belastung der Arnsteiner Straße 2025 pro Tag:
• ohne B 26 n: 5000 Kfz, davon 600 Lkw über 3.5 Tonnen
• mit B 26n und Anschlussstelle bei Laudenbach: 5500 Kfz, davon 200 Lkw
• mt B 26n, aber ohne Anschlussstelle Laudenbach: 6600 Kfz, davon 300 Lkw. Das heißt: Die Gesamtbelastung mit Fahrzeugen pro Tag auf der Arnsteiner Straße wird durch die B 26n zunehmen.
Falls nach dem Bau der B 26n die Arnsteiner Straße für Lkw gesperrt werden könnte, würde das bedeuten, dass immer noch mindestens 5300 bis 6300 Fahrzeuge täglich durch die Arnsteiner Straße fahren würden, also immer noch mehr als ohne B 26n – allerdings ohne Lkw (außer Anlieger).
Seriösere Zahlen als die des Staatlichen Bauamtes werden wir nicht bekommen. So kann jetzt jeder selbst entscheiden, welche Belastung er als mehr oder weniger zumutbar empfindet.
Ein Stadtrat hat mir erklärt, dass im Falle einer Sperrung der Arnsteiner Straße für Lkw diese Fahrzeuge um den Saupurzel herum auf die B 27 geleitet werden würden.
Eine Nachfrage beim Staatlichen Bauamt hat meine Annahme bestätigt, dass eine derartige Umleitung auch möglich wäre, wenn statt der Westumgehung eine Fortführung der zweispurigen Bundesstraße von Arnstein Richtung Karolingerbrücke und Lohr gebaut würde.
Das bedeutet, dass eine Entlastung der Arnsteiner Straße vom Schwerlastverkehr auch ohne B 26n möglich ist, was zudem den Vorteil hätte, dass diese Entlastung vom Schwerlastverkehr dann nicht mit einer Zunahme des Gesamtverkehrs erkauft würde.
Agnes Maier 97753 Karlstadt |
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